Welche Sportarten sind bei Gelenkproblemen empfehlenswert?

Mo, 11. Okt 2010

Muskeln & Gelenke

Welche Sportarten sind bei Gelenkproblemen empfehlenswert?

Bei Gelenproblemen ist Vorsicht geboten!

Wer Probleme mit seinen Gelenken hat, der muss beim Sport besonders acht geben und kann vielleicht nicht mehr jede Sportart ausführen ohne Gefahr zu laufen, seine Gelenke weiter zu schädigen.

Je nach Sportart sind die Belastungen auf die verschiedenen Gelenke sehr unter- schiedlich, weshalb die endgültige Entscheidung, welche Sportart ausgeführt werden darf, oder welche vielleicht besser geeignet ist, immer gemeinsam mit einer qualifizierten Fachkraft, also einem Facharzt oder Physiotherapeuten, getroffen werden sollte.

Generell gilt: Lieber erstmal etwas kürzer treten, aber das Gelenk auch nicht zu sehr schonen. Sportarten, bei denen die Gelenke hohen Belastungen ausgesetzt sind, sollten selbstverständlich gemieden werden: Kampfsportarten, Squash und Tennis sowie alle weiteren Sportarten mit vielen plötzlichen Stopps und Richtungswechseln gehören dazu. Bei diesen Bewegungen wirken große Kräfte von einem Vielfachen des eigenen Körpergewichtes auf die Gelenke ein. Das kann, sind die Gelenke erst einmal geschädigt, die Heilungsprozesse behindern oder das Gelenk im schlimmsten Fall noch weiter schädigen. Auch isometrische Übungen über längere Zeit, d.h. statische Muskelanspannungen ohne Bewegung, sind zu vermeiden.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Einfluss der Ernährung auf die Gelenkfunktionen. Über eine ausgewogene, vollwertige und vor allem vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung erhalten die Gelenke wichtige Gelenk- nährstoffe die für eine reibungslose Funktion erforderlich sind. Aber auch die alternative Medizin bietet viele Gesundheitsprodukte die der Gelenkgesundheit dienlich sind.

Ist das betroffene Gelenk schmerzhaft, so sind koordinativ anspruchsvolle Übungen zu vermeiden. Besonders wichtig ist es bei einer Gelenkproblematik auf eine korrekte Übungsausführung und Technik achten, um das Gelenk möglichst gering zu belasten und nicht durch Fehlhaltungen oder Fehlstellungen noch zusätzlich zu schädigen.

Positiv auf die Gelenkmechanik wirken zyklisch ablaufende, gleichmäßige Bewegungen, wie es zum Beispiel beim Radsport der Fall ist. Hier werden schädigende Druckspitzen auf dem Knorpel vermieden, da eine große Fläche gleichmäßig belastet wird. Der ständige Wechsel von Be- und Entlastung gibt dem Knorpel zudem die Möglichkeit sich zu regenerieren, was auch die Ernährungssituation des Knorpels deutlich verbessert. Besonders bei regelmäßigen Belastungen werden dem Knorpel wichtige Wachstumsreize gegeben, ohne die er langfristig an Substanz verlieren kann.

Eine wirkungsvolle Unterstützung bei akuten Gelenkproblemen sind zudem natürliche Nahrungsergänzungen mit Glucosamin, der zum einen als Grundstoff für eine verbesserte Knorpelbildung und zum anderen für eine ausreichende Produktion der Gelenkflüssigkeit erforderlich ist. Sind die Gelenke gut „geschmiert“, werden Stöße besser abgefangen, die Gleitfähigkeit des Knorpels verbessert und somit der Gelenkverschleiß verringert.

Weitere geeignete Sportarten bei Gelenkproblemen sind zum Beispiel: Walken, Inline Skaten, Schwimmen, Aquajogging, sowie das bereits erwähnte Radfahren. Auch ein Training auf einem Hometrainer ist empfehlenswert. Alle Sportarten im Wasser oder im Sattel haben zudem den Vorteil, dass das Gewicht des Körpers größtenteils von den Gelenken genommen wird. So wird das Gelenk deutlich weniger belastet, kann aber gleichzeitig von den positiven Wirkungen der Bewegungsreize profitieren.

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